Zum Thema KI
Es hat sich eingebürgert KI zu sagen, doch ist das unzutreffend. Was wir haben sind Large Language Modells. Mit Intelligenz im eigentlichen Sinne haben wir es nicht zu tun. Es gibt da draußen keine numinose Intelligenz, die uns eines Tages über den Kopf wachsen könnte. Vielmehr gehen wir mit einer Struktur um, die in der Lage ist blitzschnell sehr viele Quellen zu durchsuchen und uns dann das am häufigsten gefundene Ergebnis als korrekt zu präsentieren. Die sogenannte KI, so wie wir sie kennen, ist per definitionem medioker, Mittelmaß, weil sie eben tut, was sie tut. In die Suchergebnisse (das genau sind sie!) fließt deshalb auch viel Blödsinn ein, wenn es nur genug Quellen gibt, die Blödsinn verbreiten.
Was die LLMs unfassbar gut können – dafür sind sie gemacht – ist sehr große Datenmengen schnell gegeneinander abzugleichen. In der Medizin sind sie unbedingt hilfreich. Kein Mensch kann so schnell tausende von Hirnscans gegeneinander abgleichen um dann das Aneurysma beim Patienten zu finden, das behandelt werden muß. Super!
Was die LLMs nicht können: Empathie, Kreativität, Weltanschauung, Moral. Sie kennen den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge nicht, sind aber so entwickelt worden, daß sie uns geben, was Menschen so brauchen: Den Anschein von Empathie, von verstanden werden. Deshalb fangen die LLMs auch an zu fabulieren, wenn ihnen der Stoff – die passenden Datensätze – ausgeht.
Noch einmal: Es gibt bis dato keine künstliche Intelligenz! Alles, was diese Programmierungen uns liefern können beruht auf der Phantasie, den Erkenntnissen, den Ideen lebender Menschen.
Überlegen Sie also gut, wo und wie Sie LLMs einsetzen. Die Menschlichkeit als solche ist nicht ersetzbar.
